Eine ruhige Kugel schieben mal ganz anders

Das Spielekonsolen keine Altersbegrenzung haben, zeigt sich im Ev. Christophoruswerk, denn hier spielt man in den Wohnbereichen der Einrichtungen mit Begeisterung mit der „Wii-Konsole“. Abgeleitet ist der Name der Konsole „Wii“ vom englischen „we“, was „wir“ heißt und tatsächlich, das Spielen wird hier zum abwechslungsreichen Gemeinschaftserlebnis. Auch die körperliche Betätigung kommt dabei nicht zu kurz, denn die Spiele funktionieren mittels einer Bewegungssteuerung, und so werden Arm- und Handbewegungen zu Aktionen auf dem Bildschirm. Meist ist man so schnell drin in dem Spiel, dass man gar nicht über die Bewegung nachdenkt und alles um sich herum vergisst. Das war durchaus ein Problem, als Wii vor 15 Jahren auf den Markt kam, denn es gab viele blaue Augen bei den Mitspielern durch wilde Gesten desjenigen, der die Bewegungskontrolle, die wie eine Fernbedienung aussieht, in der Hand hat. Ebenso gingen zahlreiche Fernseher zu Bruch, weil dieses kleine Steuergerät auch schon mal im Eifer des Gefechtes in den Bildschirm flog. Diese Probleme gab es im Ev. Christophoruswerk noch nicht und auch die aktuellen 1,50 m Abstand helfen dabei, blaue Augen zu vermeiden. Vermieden wird aber keineswegs der Spaß. Wann immer „Wii“ auf dem Tagesplan steht, sind viele der Bewohner mit Begeisterung dabei – und so mancher wird zu Aktion und Bewegung motiviert, der vorher nur schwer zu Aktivitäten zu bewegen war. Abwechslungsreich ist das allemal, denn es gibt eine unendliche Vielfalt auch an seniorengeeigneten Spielen. Das Foto zeigt einen Bowling-Nachmittag im Jochen Klepper Haus des Ev. Christophoruswerkes. Wenn man möchte, kann man dort eine ruhige Kugel schieben – man kann aber auch sich und die Kugel mit sehr viel Einsatz bewegen und das macht einfach nur Spaß.

 

Foto: Ev. Christophoruswerk