Die Weihnachtsbäckerei des Hauses Rosental in Bonn

„In der Weihnachtsbäckerei, gibt’s so manche Leckerei…“ Dieses berühmte Kinderlied summte man gleich, als man die Küche im Haus Rosental in Bonn letzten Mittwoch besuchte. Überall roch es nach frisch gebackenen Leckereien, Punsch und Kaffee.Es wurden Unmengen Gebäck gebacken – von Spritzgebäck bis Engelsaugen war alles dabei und alle machten dabei mit und das mit sehr viel Freude.

Jeden letzten Mittwoch vor dem ersten Advent im Jahr gibt es den „Tag der offenen Küchentür“ und jeder ist herzlich dazu eingeladen, sich eine Schürze umzubinden und mit zu backen – von Mitarbeiter über Bewohner bis hin zu externen Besuchern. Denn dieses Event hat sich mit den Jahren ordentlich in Bonn rumgesprochen, es war ein buntes Treiben und ein ständiges Kommen und Gehen. Begleitet wurde das ganze musikalisch von Frau Tabita Urdze, die jeden Mittwoch den Singkreis leitet. Von Schlagern aus längst vergangenen Tagen bis hin zum Einläuten der Adventszeit mit Weihnachtsliedern.

Doch woher kommt dieser untypischer „Tag der offenen Tür“? Entstanden ist er aus einer Laune heraus: zwei Mitarbeiterinnen der Hauswirtschaft trafen sich einmal jährlich um für die Bewohner Weihnachtsplätzchen zu backen, die sie zum ersten Advent verteilten. Auch konnten sich viele nicht vorstellen, wie so eine Großküche aussieht mit einem 60l-Kessel oder einer Kippbratpfanne. Daraus entstand die Kombination Plätzchen backen und der Blick hinter die Kulissen einer Großküche. Diese Tradition verselbstständigte sich und wurde weitergeführt und jeder ist herzlich dazu eingeladen – Plätzchen zu backen, Rezepte auszutauschen, nette Gespräche zu führen, sich die Großküche anzuschauen oder einfach gemeinsam Zeit zu verbringen.

Fotos: Evangelisches Christophoruswerk